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Archive for Juli 2011

Nachhaltig reisen in Deutschland – 5 Tipps

Wer nachhaltig reisen will, sollte in der eigenen Region Urlaub machen. Dazu rät Tourismus-Experte Philip Sloan im Interview mit enorm. Wir haben 5 Tipps in Deutschland herausgesucht, die allesamt mit dem Green Globe Label für nachhaltigen Tourismus zertifiziert sind.

Green Globe wurde 1993 in Australien gegründet und hat seinen Hauptsitz in Los Angeles. Als einzige Zertifizierungsgesellschaft ist es Mitglied in der UN-Tourismusorganisation. Ausschlaggebend für die Verleihung des Labels sind Weiterlesen »

Wenn denn Sommer wär…

Wenn jetzt, auch anhand der Temperaturen und Sonnenstunden und nicht nur kalendarisch, Sommer wär, säßen wir am Strand, in Beachclubs, im Café draußen, machten ein Picknick im Park, träfen uns mit Freunden zum Grillen auf den Grünflächen. Und am Ende? Müll. Eispapier, Pommespackungen, Einweg-Grills. Obsttüten flatterten Weiterlesen »

Wir Wüstenmacher: Wie viel Wasser wirklich in Produkten steckt (Teil 2)

Gestern haben wir in “Wir Wüstenmacher – Teil 1″ erklärt, was “virtuelles Wasser” ist und die ersten fünf Wasserverschwender genannt. Heute kommt der zweite Teil

6. Soja

1800 Liter Wasser sind nötig für die Produktion von einem Kilo Soja. Weil die Pflanze sehr eiweißhaltig ist, wird sie nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Futtermittel in der Tierzucht eingesetzt – ein Konkurrenzkampf um Nahrungsmittel. Noch dazu Weiterlesen »

Wie laut können Windparks sein?

Der Telegraph in Großbritannien wollte es genau wissen, wie laut können Windparks sein? Mit einem Dezibelmesser verglichen sie die Lärmbelastung in einem Naturreservat, einer Wohngegend, in der Nähe eines Windparks, an einer Hauptstraße und in Weiterlesen »

Wir Wüstenmacher: Wie viel Wasser wirklich in Produkten steckt (Teil 1)

Kaum jemand ahnt, wie hoch der wahre Wasserverbrauch eines Deutschen ist: rund 4000 Liter pro Tag. Der direkte Wasserverbrauch beträgt weniger als 130 Liter pro Tag – also das Wasser, das wir trinken oder mit dem wir duschen. Doch woher kommt der Rest?

Der britische Geograf John Anthony Allan prägte dafür den Begriff „virtuelles Wasser“. Es bezeichnet den indirekten Wasserverbrauch – Wasser, das für die Herstellung unserer Produkte verbraucht wurde. Beispiel Rindfleisch: Das Rind trinkt nicht nur, das Gras braucht auch Regen oder Bewässerung und beim Futteranbau werden große Wassermengen gebraucht.

Wasserintensive Produkte sind nicht an sich schlecht für die Umwelt. Problematisch werden sie erst, wenn sie Weiterlesen »

undjetzt?!-Konferenz: Nachbereitung von Freiwilligendiensten

„Und jetzt?! Für immer Freiwillige?“ fragte sich Constanze Rost, nachdem sie im August 2009 von einem Freiwilligendienst in Indien zurückgekehrt war. Um genau die Frage „undjetzt?!“ zu diskutieren, treffen sich vom 8. bis 14. August Freiwillige aus ganz Deutschland an der Universität Witten/Herdecke.

Mit im Gepäck haben die 200 RückkehrerInnen neue Sichtweisen aus aller Welt und den Willen, sich auch zurück in Deutschland mit Entwicklungszusammenarbeit und Weiterlesen »

Recycling-Mode bei „Superhorstjansen“


Designerin Janny Schulte mit zwei recycelten Modellen (Foto: Christina Lachnitt)

Sexy aber bequem, so beschreibt Janny Schulte von Superhorstjansen ihren Stil. Das gilt auch für ihre Recycling-Mode. Ihr kleines Atelier im Hamburger Stadtteil Ottensen dient gleichzeitig als Werkstatt und Verkaufsraum. Aus den Regalen quellen bunte Stoffe, am Fenster stehen zwei Nähmaschinen. Eine davon gehörte schon ihrer Mutter.

Besonders gut kommt ihre Recycling-Aktion bei den Kunden an. „Die Leute können ihr altes Lieblings- T-Shirt zu mir bringen und Weiterlesen »

Utopie Öko-Tourismus?

Nach einem Tag am Strand lassen die Massen ihren Müll liegen und kehren zurück in die Betonklötze mit Meerblick. 200 Millionen Menschen arbeiten weltweit in der Tourismus-Branche, ein kleiner, wachsender Teil sind nachhaltige Reisen. Philip Sloan, Experte für nachhaltige Hotellerie an der Internationalen Hochschule Bad Honnef/Bonn, über wirklich nachhaltige Angebote, Öko-Tourismus und die Verantwortung der Touristen

Philip Sloan von der Internationalen Hochschule Bad Honnef

enorm: Herr Sloan, was ist nachhaltiger Tourismus?
Sloan: Nachhaltiger Tourismus steht auf drei Säulen: Erstens müssen die Unternehmen sich selbst ökonomisch tragen, zweitens die Umwelt schonen und drittens gesellschaftliche Verantwortung tragen.
Das bedeutet, sie nutzen
erneuerbare Energien, schützen das Ökosystem vor Ort und integrieren das Hotel in die Landschaft, sodass es zur natürlichen Umgebung passt. Die Unternehmen behandeln die Anwohner, Mitarbeiter und Touristen fair und zahlen gerechte Löhne.

Kann Tourismus nachhaltig sein?
Ja und es gibt Beispiele, die das beweisen. Vergangene Woche war ich in einem Passivhaus-Hotel in Wien, das mehr Energie produziert als es verbraucht. Sie nutzen nur natürliche, umweltschonende Baumaterialien und servieren nur Bio-Produkte. Das Hotel an sich ist also ein nachhaltiges Tourismus-Angebot. Das Problem ist nur: Wie reisen die Touristen zu dem Hotel? Wer für ein Wochenende aus den USA dorthin fliegt, hat schon Weiterlesen »

Lebensmittelklarheit.de – Neues Portal gegen Mogelpackungen

Heute geht die Verbraucherplattform lebensmittelklarheit.de online. Der Ansturm auf das Portal gegen Mogelpackungen ist offenbar groß: Die Seite ist an ihrem Starttag überlastet und nur schwer erreichbar. Allein 20.000 Seitenaufrufe pro Sekunde müssen die Server am ersten Tag bewältigen.

Die Seite lebensmittelklarheit.de enthält Informationen darüber, was Lebensmittel enthalten dürfen und wie sie gekennzeichnet werden müssen. Ziel ist Weiterlesen »

Weniger Geld für Geringverdiener

Die realen Nettolöhne von Geringverdienern sind seit dem Jahr 2000 trotz Wirtschaftswachstum stark gesunken. Das berichtet die Berliner Zeitung heute unter Berufung auf neue Daten vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Löhne sanken demnach bis 2010 um bis zu 22 Prozent, durchschnittlich gingen die Nettogehälter preisbereinigt um 2,5 Prozent zurück. Auch die Gehälter in der mittleren Einkommensklasse sanken.

Lediglich die Besserverdiener hatten etwas mehr Geld in der Tasche: Laut DIW stiegen ihre Nettolöhne um knapp ein Prozent. Diese Zahl bezieht sich allerdings nur auf das regelmäßige Einkommen – und nicht auf zusätzliche Zahlungen wie Boni. DIW-Verteilungsforscher Markus Grabka sieht einen Widerspruch: „Die Wirtschaft ist seit der Jahrtausendwende ordentlich gewachsen.“ Aber das Wirtschaftswachstum komme nur bei wenigen Erwerbstätigen an.

Durch die Hartz-Reformen förderte die Politik in den letzten Jahren Leiharbeit und Minijobs. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, sieht im Niedriglohn-Sektor Auswüchse, „die man beschäftigungspolitisch nicht rechtfertigen kann“. Als einen möglichen Ausweg nennt er Mindestlöhne. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Arbeitnehmer bei den Sozialabgaben zu entlasten, so VWL-Professor Peter Bofinger von der Universität Würzburg.

Text: Susanna Andrick