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Posts Tagged ‘Atomkraft’

Dauerkampf gegen das Ding am Deich

Eine Handvoll AKW-Gegner bei der Mahnwache am Werkstor (Foto: Screenshot www.dingamdeich.de)

Das AKW Brokdorf liegt wie ein Fremdkörper in der idyllischen Landschaft an der Elbe. Am sechsten Tag jeden Monats findet eine Mahnwache am Werkstor statt. Eine Handvoll Atomkraft-Gegner singt ein Protestlied. Es schneit. Seit der Meiler vor 26 Jahren ans Netz gegangen ist, steht fest: Die AKW-Gegner haben den Kampf verloren. Doch sie stehen noch immer im Ring. So einsam wie bei der Mahnwache im Schnee

In diesen Tagen startet der Film „Das Ding am Deich“ in den deutschen Kinos. Die Dokumentation zeichnet nach, wie sich die Bevölkerung seit den 1970er-Jahren gegen den Bau eines Atomkraftwerks in Brokdorf (Schleswig-Holstein) gewehrt hat.

Die Auseinandersetzung glich einem Boxkampf. Im Ring standen ungleiche Kontrahenten: Einerseits die Bevölkerung von Brokdorf zusammen mit Weiterlesen »

20. – 26. August: die Veranstaltungen der Woche

Die Veranstaltungen der Woche

Kino-Tour: Das Ding am Deich
Mit dem „Ding am Deich“ ist das Atomkraftwerk Brokdorf gemeint. In den 1970er-Jahren gab es vehemente Proteste gegen das Vorhaben. Inzwischen ist das AKW seit 25 Jahren am Netz. Die Filmemacherin Antje Hubert hat Bewohner von Brokdorf und der Wilstermarsch besucht, hat die Stimmung aufgespürt, die jetzt dort herrscht, hat sich auf die Suche gemacht, was vom Protest übrig geblieben ist und wie die Menschen mit dem Ding am Deich leben. Der Film ist ab heute auf Tour Weiterlesen »

Ein Jahr nach Fukushima: Wachstum bei grünen Stromanbietern hält an

Alte und neue Windenergie in einem Koog an der Nordsee

Am 11. März 2012 hat sich die Atom-Katastrophe von Fukushima zum ersten Mal gejährt. Der GAU hat nicht nur eine erneute Debatte über die Energiewende in Deutschland bis hin zum schwarz-gelben Atomausstieg ausgelöst. Den deutschen Ökostrom-Anbietern bescherte er gleichzeitig einen ungeahnten Kundenzuwachs. War die Wechselstimmung Ökostrom-Hype – oder denken die Verbraucher um?

Wir haben unsere Facebook-Fans gefragt: Habt Ihr nach Fukushima den Anbieter gewechselt? Der weitaus größte Teil gab an, schon vor März 2011 Öko-Strom bezogen zu haben, nur wenige dagegen, dass sie Weiterlesen »

Wirtschaftsmotor Umweltschutz

 

Alte und neue Windenergie in einem Koog an der Nordsee

Die deutsche Wirtschaft wächst nachhaltiger. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Umweltwirtschaftsbericht 2011 des Bundesumweltministeriums und Umweltbundesamtes hervor. Demnach ist der Umweltschutz ein treibender Wirtschaftsmotor. Seit dem Bericht 2009 wird nun ein zweites Mal über Stand, Herausforderungen und Perspektiven der Umweltwirtschaft in Deutschland informiert. Die ökologische Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft sei bisher Weiterlesen »

Kämpfen für den grünen Frieden: 40 Jahre Greenpeace

War vor 40 Jahren mit einer kleinen Demonstration nach “green peace”, grünem Frieden, begann, ist heute eine der größten und einflussreichsten Umweltschutzorganisationen der Welt. Gründer Irving Stowe wollte am 15. September 1971 mit einem kleinen Boot von Vancouver aus zu den Aleuten reisen um gegen die Atombombentests der US-Amerikaner zu protestieren. Hier mehr zur Gründungsgeschichte von Greenpeace.

40 Jahre Greenpeace heißt mittlerweile auch: Büros in 40 Ländern und von Anbeginn Unabhängigkeit von Wirtschaft und Politik. Stattdessen mischt sich die Weiterlesen »

Grüne Messe in Brandenburg

Vom 1. bis 4. September findet Brandenburgia statt – die größte Messe Brandenburgs. Und die Sondermesse: Ökologia. Denn die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima im März 2011 hat bei den Deutschen offenbar dazu geführt, dass ein echtes Umdenken in Sachen Ökostrom eingesetzt hat. Das lässt zumindest eine repräsentative Umfrage vermuten, die der Weiterlesen »

Muss der Klima-Lügendetektor abschalten?

Screenshot Klima-Lügendetektor

Erst Hiobsbotschaft, dann Hoffnung: Am vergangenen Wochenende kündete der Anti-Greenwashing-Blog klima-luegendetektor.de an, vorerst keine weiteren Klima-Lügen mehr aufzudecken – denn nach dreijähriger Zusammenarbeit mit dem Greenpeace Magazin war die Suche nach einem neuen Partner ergebnislos geblieben. Jetzt rufen die Macher der Website, Toralf Staud und Nick Reimer, ihre Leser dazu auf, das Portal mit monatlich fünf Euro zu unterstützen. Wenn sich bis 1. Oktober tausend Unterstützer finden, fahren die Journalisten ihren Klima-Lügendetektor wieder hoch, sagen sie

enorm: Herr Staud, warum hat das Greenpeace Magazin seine Unterstützung beendet?
Toralf Staud: Wir haben das Projekt seit 2008 zusammen gestemmt und nach dreieinhalb Jahren hier und da unterschiedliche Vorstellungen gehabt. Das Thema Greenwashing ist dem Greenpeace Magazin aber weiterhin wichtig, und wir sind ganz freundschaftlich auseinandergegangen. Weiterlesen »

Presseschau: Kritik am Atomausstieg bis 2022

Den einen geht die Entscheidung nicht weit genug, den anderen ist sie zu endgültig: Die sieben derzeit abgeschalteten Atomkraftwerke bleiben aus, das Gros der Meiler wird bis 2021 abgeschaltet, nur drei AKW bleiben als Reserve noch bis 2022 am Ende. Bis dahin soll die Energiewende vollzogen sein. Ein Meiler soll als Notreserve fungieren, falls im Winter zu wenig Sonne scheint. Die Regierung hat sich mit ihren in der Nacht beschlossenen Plänen eng an die Empfehlungen der kurz nach der Katastrophe im Atomkraftwerk von Fukushima eingesetzten Ethik-Kommission gehalten. Auch die Brennelemente-Steuer bleibt.

Umweltverbänden und Opposition gehen die Pläne nicht weit genug. Stromkonzern RWE hingegen erwägt, eine Klage einzureichen. Eine kleine Presseschau zum Thema Atomausstieg bis 2022:

Am Wochenende in Elmshorn – die Morgenwelt Nachhaltica

Bereits zum zweiten Mal findet am kommenden Wochenende in Elmshorn bei Hamburg die Morgenwelt Nachhaltica statt. Das Team um die Initiatoren Björn Hansen und Matthias Kirketerp will mit dem Event unter dem Motto “Umwelt Genuss Innovation” wieder informieren über neue Energien, alternative Energiequellen und nachhaltige Stadtplanung.

Weitere Themenfelder sind Bildung und Verkehr – der Verkehrsclub Deutschland (VCD) beispielsweise informiert über umweltschonendes Fahren und wie Verkehrspolitik nachhaltiger gestaltet werden kann. Außerdem dabei: Greenpeace, BUND, Bürgerinitiative Umweltschutz. Um dem Motto “Genuss” gerecht zu werden, stellen eine Reihe gastronomischer Anbieter ihre Produkte aus. Hier laden Stände zu Solarbier zum Bio-Snack, oder zum Zaubertrank zu Steinofenbrot.

Ein Ausflug an den Steindammpark in Elmshorn dürfte auch die Morgenwelt Rocks Bühne wert sein, die mit Muskelkraft betrieben wird.

Das vollständige Programm der Morgenwelt Nachhaltica.

Wie kühlt man 15.000 Heizstrahler?

Wie kühlt man 15.000 Heizstrahler, die auf engstem Raum gewaltige Hitze produzieren? Dieses Äquivalent für „1% Restleistung von Reaktorbrennstäben“ nach der Abschaltung eines AKW ist nur eine der Herausforderungen bei der Lagerungen von Atommüll.

Into Eternity, ein Dokumentarfilm von Michael Madsen (Dänemark 2010, 75 Min.) ist ein Thriller über den weltweit ersten Versuch, nuklearen Abfall für alle Ewigkeit zu verstecken. Es ist ein Ort, der für immer verschlossen bleiben muss, gefährlich und abstoßend. Niemand soll ihn jemals betreten. Doch wie lange wird er sicher sein? Wir nennen ihn Onkalo – Onkalo bedeutet Versteck. Wir bauen ihn, um uns selbst zu schützen. Die Arbeiten an Onkalo haben im 20. Jahrhundert begonnen, als wir Kinder waren und werden im 22. Jahrhundert vollendet sein, lange nach unserem Tod. Für 100.000 Jahre soll hier etwas versteckt werden, was nirgendwo anders versteckt werden kann. Nichts von Menschen je erbautes hat auch nur ein Zehntel dieser Zeitspanne überdauert. Unsere ältesten Bauwerke, die Pyramiden, wurden vor 5.000 Jahren errichtet. Onkalo muss für die Ewigkeit gebaut werden. Into Eternity nimmt die Zuseher mit auf eine Reise in die Tiefe – und in eine ungewisse Zukunft.

Derzeit wird der Film in mehreren Österreichischen Kinos gezeigt. Alle Termine und weitere Infos unter: intoeternity.poool.at