
Ich gebe es zu, ich hab etwas gebraucht um diesen Blogeintrag zu schreiben. Obwohl mir klar war, das es auch Berichte geben wird, die eher von Schwierigkeiten als von Fortschritten handeln werden. Nun ist es soweit.
Die Nachricht erreichte mich zwischen den Feiertagen, unerwartet natürlich. Mein Agent Ricki informierte mich, das Mr. Franciscos aus Porto den Prototypen doch nicht produzieren wird. Krankheit und, nach weiterer Nachfrage, wohl auch zu hoher Aufwand, zwangen ihn zur Absage. So ist das. Kein Muster Mitte Januar.
Auch das gehört zum Prozess der Entwicklung dazu. Die Suche nach dem perfekten Partner ist mühsam und langwierig. Und, wie im echten Leben, darf jeder jederzeit entscheiden, das es vielleicht doch nicht passt. Eigentlich bin ich sogar zufrieden, das er so ehrlich ist und das wir beide keine weitere Zeit und Arbeit vergeuden.
Und jetzt? Geht nicht, geht nicht. So einfach. Ich werd mich nach neuen Partnern umsehen. Es weiter versuchen, auch wenn meine Tasche kompliziert zu produzieren sein soll. Ich glaube einfach daran, das es geht und das es gut ist, das diese Tasche nicht einfach ist, sondern besonders. Deshalb brauch ich auch einen besonderen Partner, und dafür buddel ich auch gern etwas tiefer.
Ich wär natürlich sehr nachlässig, wenn ich nicht auch hier nach interessanten Kontakten und Hilfe fragen würde. Bestimmt kennt jemand, der jemanden kennt, der gerne, zwar anspruchsvolle aber unglaublich hinreissende Taschen, produzieren möchte. Bestimmt.
Ausserdem bin ich ab Mitte Januar zur Fashion Week in Berlin. Spätestens dort werd ich neue und vielversprechende Kontakte treffen. Ganz bestimmt. Denn: Geht nicht, gibt´s nicht. Hat schliesslich schon Frau Merkel zur Neujahrsansprache verkündet.
Also dann, Frau Merkel: hier ist jemand mit einer eigenen Idee, ungebremster Leidenschaft und dem Mut dazu, sie auch umzusetzen.
Auf ein neues und erfolgreiches Jahr, in dem was geht.
Anmerkung zum letzten Beitrag „10 Probeträgerinnen gesucht“:
Es haben sich reichlich tolle Frauen gemeldet, allerdings muss ich um etwas Geduld bitten. Bald geht es weiter, ganz bestimmt
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Text: Sandra Schittkowski