Posts Tagged ‘Fair shoppen’

Innatex – Messe für Naturtextilien in Hofheim-Wallau bei Frankfurt

Die 29. Innatex – Internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien findet von morgen an bis Montag im ardek-Center Rhein-Main in Hofheim-Wallau bei Frankfurt statt.

234 Aussteller werden auf der Innatex neue Produkte aus den Bereichen Mode & Textil sowie Schuhe & Accessoires zeigen. Die Messe läuft unter der Schirmherrschaft des Internationalen Verbandes der Weiterlesen »

Trendwalk: Trends in Berlin nachhaltig aufspüren

Berlin gilt als Trendsetter-Hauptstadt schlechthin. Künstler, Designer, Werber und Verlage, wer etwas auf sich hält, wagt den Umzug in die ehemals geteilte Metropole mit ihren noch niedrigen Mieten. Der ecoShowroom veranstaltet am 12. August einen Trendwalk, auf dem Konsumsoziologe Dr. Ragnar K. Willer den Teilnehmern auf einem fünfstündigen Rundgang durch die Stadt, die nachhaltigen Ecken Berlins und aktuelle Konsumtrends zeigen wird

Konsumsoziologe Dr. Ragnar K. Willer

Konsumsoziologe Dr. Ragnar K. Willer

Herr Dr. Willer, kann und darf man Menschen in ihrem Konsum beeinflussen?

Das ist eine schwierige Frage, weil die meisten von uns seit dem zweiten Weltkrieg in Massenkonsumgesellschaften leben, in dem wir suchen, auswählen, interpretieren, nutzen und entsorgen. Aber Wissen, natürlich qualitatives Wissen, und auch Wohlstand, können dazu führen, dass wir den Konsum nachhaltiger gestalten oder insgesamt verändern können. Wissen ist die wichtigste Ressource dafür.

Aber wie bekommen wir das Wissen zu den Menschen?
Zum einen durch Bildung, das muss schon in der Schule anfangen. Nachhaltigkeit wird Weiterlesen »

Alles im grünen Bereich?

„Wozu grün und fair – Hauptsache Handys sind smart, schnell und schick!?” Unter diesem Titel steht die derzeit laufende Online-Diskussion auf www.diskutiere.de. Thema des offenen Dialogs – initiiert von Telefónica Germany gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein UPJ e.V. – ist die Frage, ob und wie ein nachhaltiger Konsum und Lebensstil im Zeitalter von Smartphones, Apps & Co. möglich ist.

Im Rahmen des Dialogs soll Weiterlesen »

Kaffee im Abo für den guten Zweck

Kaffee. Rund 150 Liter trinken wir Deutschen jährlich. Für Entwicklungsländer ist es das zweitwertvollste Handelsgut, dass sie exportieren und 100 Millionen Menschen leben direkt oder indirekt vom Kaffeeanbau und -vertrieb. Immer öfter wird Kaffee mit Fairtrade assoziiert. Drei Berliner Unternehmensgrüner haben ein Modell entwickelt, dass für die Kaffeebauern gut sechsmal effektiver ist: In unserer ersten Ausgabe dieses Jahres haben wir über das Berliner Start-up Coffee Circle berichtet. Das Social Enterprise von Morit, Robert und Martin ist kaum ein halbes Jahr am Start, da können die drei schon auf einige Neuerungen und Erfolgsmeldungen zurückblicken. Ein Trinkwasserbrunnen in Ilketunjo, der Kaffeeanbaukooperative, von der Coffee Circle seinen Limu, Yirgacheffe und den Espresso bezieht, konnte bereits gebaut werden. Die nächsten Projekte, die realisiert werden sollen, die Ausstattung einer Schule mit Lernmaterialien und der Ausbau einer medizinischen Versorgungsstation, stehen laut der drei Kaffeekreisler ebenfalls in den Startlöchern.

Für Kaffeejunkies gibt es seit kurzem die Möglichkeit, sich seinen Lieblingskaffee per Abo nach Hause liefern zu lassen. Wie bei der Einzelbestellung auch, fließt auch hier 1 Euro pro gekauftem Kilo Kaffee zurück nach Äthiopien und wird dort in soziale Projekte investiert. Wir werden uns morgen auf der goodgoods in Hamburg mit den dreien treffen – bis dahin lohnt sich auch der Klick auf den Blog. Denn die Jungs fahren regelmäßig selbst nach Ilketunjo, um sich mit den Kaffeebauern zu treffen und zu prüfen, wie die Umsetzung der sozialen Projekte vorangeht, stellen Videos ein und berichten von Messen, neuen Kooperationen und über Kaffee-News.

GoodGoods, Utopia City Days und Glore

Liebe Leser,

nächste Woche startet in Hamburg die GoodGoods, über die wir hier schon einmal berichtet haben. Von Freitag bis Sonntag haben die Besucher der Hamburger Messehallen die Möglichkeit, sich über nachhaltigen und fairen Konsum zu informieren. Außerdem starten parallel noch die Utopia City Days, bei denen viele Händler Rabatte und Sonderaktionen bieten. Eine Liste über die teilnehmenden Geschäfte gibt es auf city.utopia.de/hamburg.

Passend dazu verlost enorm drei mal 10,- Euro-Gutscheine für den Modeladen Glore im Hamburger Karoviertel. Und wer lieber gucken will und Lust auf einen Messebesuch hat, für den verlosen wir vier mal 10,- Euro Eintritts-Gutscheine für einen freien Eintritt bei der GoodGoods!

Einfach eine Email mit dem Wunschgutschein an gewinnspiel@enorm-magazin.de schicken! Viel Glück!

Städtisches Gärtnern in New York

Petra Engelke aus New York hat uns auf dieses wunderbare Video über das Urban Gardening, das städtische Gärtnern, im Big Apple aufmerksam gemacht. Unbedingt anschauen. Und zum Weiterlesen das aktuelle enorm Magazin in die Hand nehmen – auf unserer Kulturseite stellen wir den sehr schönen Bildband “My Green City” vor.

New York Farm City from Petrina TV on Vimeo.

#4925 – Wie ist es, einen Traum zu leben?

Manchmal wollen Träume gelebt werden. Sonst würden sie sich ja nicht so hartnäckig im Gehirn festsetzen. Und immer wieder, kaum im Alltäglichen angekommen, lautstark um Aufmerksamkeit bitten. Sie wollen nichts sehnlicher als endlich real werden. 

Der Preis ist ihnen egal.
Manchmal sind sie klein und kirschrot und betteln herzerweichend „Nimm mich mit. Verbring den Rest deines Lebens mit mir!“ Und manchmal sind sie auch nicht käuflich und trotzdem eine richtungsweisende Entscheidung.
Oder eine Einsicht. Wie: „Diese Idee ist schön, aber nicht realisierbar.“

Und nun?
Traum gegraben und auf einen neuen warten? Oder nur die Storyline anpassen? Wenn was nicht geht, sagte jemand letztens zu mir, dann geht es nur jetzt nicht oder so nicht. Zeit oder Weg anpassen, aber nicht die Absicht in Frage stellen.
Schlau, oder? Und so aufmuntern. Genau das habe ich die letzten Wochen gebraucht.

Meine erste Mustertasche hat den Reality Check der Produktion nicht überstanden. Zu teuer, zu viel Materialverbrauch, zu komplizierte Nähte… genug Gründe den Traum neu aufzusetzen. Ich hab mich entschieden den Weg anzupassen, aber die Grundidee einer ladyliken, komfortablen Businesstasche nicht in Frage zu stellen. Dafür ist die Zeit genau richtig. Daran glaube ich weiterhin.

Zurück zu Start.
In den letzten Wochen sind haufenweise neue Illustrationen entstanden. Neue Formen, neue Funktionen und neue Verarbeitungsideen. Ich merke, was ich im letzten Jahr alles gelernt habe und nun gezielt verbessern kann. Erst sah es nach einem Umweg aus, nun weiss ich, es war der nötige Wegweiser um am Ende eine noch bessere Tasche zu entwerfen. Eine, die nicht nur produzierbar ist, sondern auch meiner Vorstellung von der perfekten Tasche am nächsten kommt. 

Ich habe lange überlegt warum ich gerade diese und keine andere Tasche realisiert haben möchte. Was ist so wichtig, das es bleiben muss, was kann weg oder völlig anders umgesetzt werden? Macht es Sinn, ein Produkt aus dem Bedürfnis heraus zu entwickeln und nicht aus Produktionssicht, was ist realisierbar, was wurde schon immer so gemacht? Es ist nicht der schnellste Weg gewohnte Produktionspfade zu hinterfragen, aber ich hab mich genau dafür entschieden.
Die Zeit hab ich.

Und bis die perfekte Tasche den Weg aus meinem Gehirn gefunden hat, kann man sich doch den ein oder anderen kirschroten Traum erfüllen? Oder? Auch wenn er eigentlich aus Plastikmüll besteht? Aber dafür käuflich ist? Und es mein Geburtstag war? Und…

Ich kümmer mich jetzt einfach weiter drum, auch den nachhaltig erfüllenden Taschentraum zu realisieren. Dann fällt es bestimmt auch euch demnächst etwas leichter, dem herzerweichendem Betteln von hübsch anzusehenden Plastiktaschen einfach zu überhören. 

Anmerkung: Ich hab wohl den tollsten Job der Welt, ich kann meinen Traum leben.
Egal wie lange er braucht.

Text: Sandra Schittkowski

Gut zu wissen: Heute ist Weltverbrauchertag

Erstmals wurde der Weltverbrauchertag gefeiert am 15. März 1983. Mitnichten geht es an diesem Tag daum, eine Lobeshymne auf den Konsum zu singen. Vielmehr geht es um die Rechte der Verbraucher. Verbraucherverbände nutzen diesen Tag seither, Bilanz zu ziehen und ihre Interessen öffentlich zu machen.

Zur Geschichte des Weltverbrauchertages:

Ursprung des Weltverbrauchertages ist die Erklärung des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 in einer Rede vor dem amerikanischen Kongress erstmalig vier grundlegende Rechte der Verbraucher formulierte. Als sogenannte “Grundrechte” der Verbraucher bezeichnete er:

  • das Recht auf Sicherheit und sichere Produkte
  • das Recht auf umfassende Information
  • das Recht auf freie Wahl
  • das Recht, gehört zu werden.

Diese Grundrechte wurden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit der Verabschiedung der Guidelines for Consumer Protection 1985 (1999 noch einmal aktualisiert) erweitert um:

  • das Recht zur Befriedigung der Grundbedürfnisse
  • das Recht auf Entschädigung
  • das Recht auf Verbraucherbildung
  • das Recht auf eine intakte Umwelt
  • das Recht auf politische Interessenvertretung

In diesem Jahr hat der internationale Dachverband Consumers International den Weltverbrauchertag unter das Motto Consumer for fair financial services gestellt.

Gute Güter auf der goodgoods

Ende Mai findet vom 27. bis zum 29.Mai die goodgoods statt. Die erste Messe für ökologische, soziale und vor allem nachhaltige Produkte und Konsum. “Die Zeit ist reif”, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung, Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC). Reif für eine Messe, die sich dem nachhaltigen Konsum widmet, denn: „Nachhaltigkeit hat sich zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Thema entwickelt, das alle Branchen und Konsumfelder verändert. Das Bedürfnis nach Information und Orientierung ist groß.”

Auf der goodgoods präsentieren Unternehmen auf rund 8.000 Quadratmetern nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und Projekte, die sie heute oder in unmittelbarer Zukunft anbieten können – unter anderem aus den Bereichen Wohnen, Mode, Technologie, Mobilität, Business, Ernährung, Gesundheit und Wellness. Angemeldete und vom Fachbeirat zugelassene Aussteller sind bisher bekannte Namen wie Greenpeace Energy, Budnikowski und edding, aber auch kleinere Unternehmen wie Biobob, Hamburgs erster Bio-Lieferservice, der mit dem Fahrrad ausliefert, das Modelabel Preciosa mit FAIRTRADE-Siegel, das 100-prozentig biologische Erfrischungsgetränk bios oder ForestFinance, der Experte in Sachen „BaumSparen“.

Konsum und Nachhaltigkeit – schließt sich das nicht aus? Laut Veranstalter nicht: “Ziel der goodgoods ist es, Ökologie und Verantwortungsbewusstsein mit Qualität, Funktionalität und Design zu vereinen.”

#4925 – Geht nicht, gibt´s nicht

Ich gebe es zu, ich hab etwas gebraucht um diesen Blogeintrag zu schreiben. Obwohl mir klar war, das es auch Berichte geben wird, die eher von Schwierigkeiten als von Fortschritten handeln werden. Nun ist es soweit.

Die Nachricht erreichte mich zwischen den Feiertagen, unerwartet natürlich. Mein Agent Ricki informierte mich, das Mr. Franciscos aus Porto den Prototypen doch nicht produzieren wird. Krankheit und, nach weiterer Nachfrage, wohl auch zu hoher Aufwand, zwangen ihn zur Absage. So ist das. Kein Muster Mitte Januar.

Auch das gehört zum Prozess der Entwicklung dazu. Die Suche nach dem perfekten Partner ist mühsam und langwierig. Und, wie im echten Leben, darf jeder jederzeit entscheiden, das es vielleicht doch nicht passt. Eigentlich bin ich sogar zufrieden, das er so ehrlich ist und das wir beide keine weitere Zeit und Arbeit vergeuden.

Und jetzt? Geht nicht, geht nicht. So einfach. Ich werd mich nach neuen Partnern umsehen. Es weiter versuchen, auch wenn meine Tasche kompliziert zu produzieren sein soll. Ich glaube einfach daran, das es geht und das es gut ist, das diese Tasche nicht einfach ist, sondern besonders. Deshalb brauch ich auch einen besonderen Partner, und dafür buddel ich auch gern etwas tiefer.
Ich wär natürlich sehr nachlässig, wenn ich nicht auch hier nach interessanten Kontakten und Hilfe fragen würde. Bestimmt kennt jemand, der jemanden kennt, der gerne, zwar anspruchsvolle aber unglaublich hinreissende Taschen, produzieren möchte. Bestimmt.

Ausserdem bin ich ab Mitte Januar zur Fashion Week in Berlin. Spätestens dort werd ich neue und vielversprechende Kontakte treffen. Ganz bestimmt. Denn: Geht nicht, gibt´s nicht. Hat schliesslich schon Frau Merkel zur Neujahrsansprache verkündet.
Also dann, Frau Merkel: hier ist jemand mit einer eigenen Idee, ungebremster Leidenschaft und dem Mut dazu, sie auch umzusetzen.

Auf ein neues und erfolgreiches Jahr, in dem was geht.

Anmerkung zum letzten Beitrag „10 Probeträgerinnen gesucht“:
Es haben sich reichlich tolle Frauen gemeldet, allerdings muss ich um etwas Geduld bitten. Bald geht es weiter, ganz bestimmt :) .

Text: Sandra Schittkowski

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