
Erik Buhn ist seit den Anfängen im Oktober 2011 Mitstreiter bei Occupy Frankfurt (Foto: Privat)
Das Occupy-Camp in Frankfurt wurde vergangene Woche geräumt, die Zelte unter dem Euro-Zeichen vor der Europäischen Zentralbank sind verschwunden, die Bewegung verliert ein Symbol, aber offenbar nicht ihre Energie. Der Student Erik Buhn (28), von Anfang an Teil von Occupy Frankfurt, plädiert im Interview für ein neues Wirtschaftssystem, spricht über Probleme im Camp und wirft einen selbstkritischen Blick auf die Bewegung
Herr Buhn, bei welcher Bank haben Sie eigentlich ihr Konto?
Bei einer Sparkasse. Und ich habe nicht das Gefühl da weg zu müssen. Ich finde die dezentrale Struktur gut. Ich bin mit meinem Geld nicht Weiterlesen »
Auch in diesem Jahr lockt die Veranstaltung „fundraising2.0 – camp & conference“ Fundraiser, Sozialunternehmern, NGOs und Interessierte aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Politik und Medien, um aktuelle Entwicklungen und Strategien rund um das Thema Fundraising 2.0 zu diskutieren. Die Teilnehmer erwartet am 19./20. Januar in Berlin ein gemischtes Programm aus Vorträgen und Workshops zu Themen wie Multichannel Fundraising (Fundraising auf mehreren Kommunikationskanälen), Online-Strategien und Social Business Modelle. Das Konferenz- und Barcamp-Format bietet die Möglichkeit in direkten Kontakt mit den rund 20 Speakern zu treten. Mehr Informationen gibt es unter fundraisingconference.de/info.
Veranstalter: fundraising2.0 und newthinking communications GmbH
Tickets: 129 Euro, Tagesticket 79 Euro.
Ort: Kalkscheune, Johannisstr. 2, 10117 Berlin
Text: Lillian Siewert

Screenshot Krötenwanderung
Das Netzwerks Attac hat gemeinsam mit dem Videokünstler Michel Klöfkorn ein Video herausgebracht, dass zum Wechsel der Banken anregen soll. Gemeinsam mit anderen NGOs wie Deutsche Umweltstiftung und urgewald wollen die Organsisationen darüber informieren, dass viele Banken die Einlagen ihrer Kunden für Weiterlesen »
Erstellt
am 19. Juli 2011, 15:17,
von enorm_01,
in
Allgemein.
Die realen Nettolöhne von Geringverdienern sind seit dem Jahr 2000 trotz Wirtschaftswachstum stark gesunken. Das berichtet die Berliner Zeitung heute unter Berufung auf neue Daten vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Löhne sanken demnach bis 2010 um bis zu 22 Prozent, durchschnittlich gingen die Nettogehälter preisbereinigt um 2,5 Prozent zurück. Auch die Gehälter in der mittleren Einkommensklasse sanken.
Lediglich die Besserverdiener hatten etwas mehr Geld in der Tasche: Laut DIW stiegen ihre Nettolöhne um knapp ein Prozent. Diese Zahl bezieht sich allerdings nur auf das regelmäßige Einkommen – und nicht auf zusätzliche Zahlungen wie Boni. DIW-Verteilungsforscher Markus Grabka sieht einen Widerspruch: „Die Wirtschaft ist seit der Jahrtausendwende ordentlich gewachsen.“ Aber das Wirtschaftswachstum komme nur bei wenigen Erwerbstätigen an.
Durch die Hartz-Reformen förderte die Politik in den letzten Jahren Leiharbeit und Minijobs. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, sieht im Niedriglohn-Sektor Auswüchse, „die man beschäftigungspolitisch nicht rechtfertigen kann“. Als einen möglichen Ausweg nennt er Mindestlöhne. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Arbeitnehmer bei den Sozialabgaben zu entlasten, so VWL-Professor Peter Bofinger von der Universität Würzburg.
Text: Susanna Andrick
Jeden Tag benutzen wir es selbstverständlich, weil es funktioniert. Und weil wir daran glauben. Natürlich denken wir darüber nach aber meist nur, weil wir zu viel oder zu wenig davon haben. Die Rede ist von Geld. Heute die Basis allen Wirtschaftens. Es kann lebensbestimmend sein und ist nicht mal ein Naturgesetz, sondern menschliche Erfindung.
Mit Funktion und Wirkung unseres Zahlungsmittels und damit verbundenen Phänomenen kann man sich im Juli knapp eine Woche intensiv auseinandersetzen, sich mit Anderen austauschen und positive Veränderungen anstoßen. Unter dem Motto “Money rules the world – who rules the money?” findet vom 03.07. – 08.07. die 4. International Summer School on Social Banking in Canterbury, UK statt, die sich als Inkubator für Veränderung versteht.
Die Summer School richtet sich an Repräsentanten von Stiftungen und anderen philanthropischen Organisationen, Fachleute aus dem konventionellen und sozialen Bankenwesen, Studenten, Repräsentanten aus Politik und Zivilgesellschaft, sowie an Wirtschaftsjournalisten. Ausgerichtet wird die Summer School vom Institute for Social Banking mit Sitz in Bochum. Es geht um Geld und seine die Funktionsweise, verschiedene Währungsformen, Finanzinstrumente, Wirtschaftswachstum und um Alles rund ums Social Banking. Vortragende sind James Gifford, Executive Director der UN Principles for Responsible Investment, Kees Middendorp, Credit Risk Manager der Triodos Bank Niederlande, Sven Remer, Juniorprofessor für Social Banking und Social Finance an der Alanus Universität Alfter, Sven Giegold, Abgeordneter des Europaparlaments, Thomas Losse-Müller, Finanzsektorexperte der Weltbank und Andere.
Bewerbungsschluss ist der 15. April, Teilnahmekosten ab 650€.
http://www.social-banking.org/summer-school/summer-school-2011/
Büchertipps zum Thema Geld, Funktion und Hintergründe (1 + 2 von Helmut Creutz):
- Das Geld-Syndrom – Wege zu einer krisenfreien Wirtschaftsordnung, 2001, 630 Seiten, ca. 100 Grafiken, Verlag Mainz, Euro 16,80
- Die 29 Irrtümer rund ums Geld, 2004, 300 Seiten, 56 Grafiken, Signum-Verlag, Euro 22,90
- Bernhard A. Litaer: “Das Geld der Zukunft: Über die zerstörerische Wirkung unseres Geldsystems und Alternativen hierzu”, Riemann Verlag, 2002, 480 Seiten
Text: Lea Böttger
Erstellt
am 15. März 2011, 15:59,
von Catharina,
in
Allgemein.
Erstmals wurde der Weltverbrauchertag gefeiert am 15. März 1983. Mitnichten geht es an diesem Tag daum, eine Lobeshymne auf den Konsum zu singen. Vielmehr geht es um die Rechte der Verbraucher. Verbraucherverbände nutzen diesen Tag seither, Bilanz zu ziehen und ihre Interessen öffentlich zu machen.
Zur Geschichte des Weltverbrauchertages:
Ursprung des Weltverbrauchertages ist die Erklärung des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 in einer Rede vor dem amerikanischen Kongress erstmalig vier grundlegende Rechte der Verbraucher formulierte. Als sogenannte “Grundrechte” der Verbraucher bezeichnete er:
- das Recht auf Sicherheit und sichere Produkte
- das Recht auf umfassende Information
- das Recht auf freie Wahl
- das Recht, gehört zu werden.
Diese Grundrechte wurden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit der Verabschiedung der Guidelines for Consumer Protection 1985 (1999 noch einmal aktualisiert) erweitert um:
- das Recht zur Befriedigung der Grundbedürfnisse
- das Recht auf Entschädigung
- das Recht auf Verbraucherbildung
- das Recht auf eine intakte Umwelt
- das Recht auf politische Interessenvertretung
In diesem Jahr hat der internationale Dachverband Consumers International den Weltverbrauchertag unter das Motto Consumer for fair financial services gestellt.
Im Frühjahr findet in Fulda der Deutsche Fundraising Kongress 2011 statt. Neben einer Vielzahl von Workshops finden auch Panels, unter anderem mit enorm-Chefredakteur Thomas Friemel, statt und sogenannte Table Sessions, bei denen Experten ihre Projekte vor- und zur Diskussion stellen, an einem runden Tisch zusammen zu kommen und bestimmten Problemstellungen und Fragen nachzugehen. Das gesamte Programm in der Übersicht. Auch die Liste der rund 110 Referenten an dem ersten April-Wochenende ist online einsehbar und jeder Vortragender mit einer Kurzinfo versehen.
Auch das Fundraising ist im Social Web angekommen und die logische Konsequenz lautet: fundraising2.0. Die selbsternannte “Un-”Konferenz zum Thema Fundraising und Social Media für gemeinnützige Stiftungen, Organisationen, Vereine und Projekte in Deutschland findet am 21. Januar in Berlin im HBC statt. In gut 30 Session werden 250 Fundraiser und Social Media Experten diskutieren, beraten und neue Strategien für Fundraising im Web2.0 erarbeiten. Mehr Infos und die Themen, die dabei beleuchtet werden sollen findet ihr unter fundraising20.de. Besprochen werden sowohl inhaltliche wie auch technische Fragestellungen des fundraising2.0.
Dass die Finanz- und Wirtschaftskrise Ende 2008 keine reine Krise der Banken und Unternehmenswelt war, zeigt sich daran, dass immer mehr Unternehmen ihre Geschäftsrichtlinien an „nachhaltigen“ Kriterien ausrichten. Wie diese im Einzelnen aussehen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und auch die Handhabung und Auffassung des Schlagworts „Nachhaltigkeit“ variiert doch stark. Unbestreitbar ist allerdings, dass in Zukunft Unternehmensrichtlinien stark an Umweltbedingungen angepasst werden müssen und auch soziale Aspekte wieder mehr in den Vordergrund rücken und die Interessen der Stakeholder in Entscheidungen mehr miteinbezogen werden.
Doch wie genau soll das aussehen? Die HSBA (Hamburg School of Business Administration) veranstaltet unter der Überschrift „Unternehmensführung und Wertewandel zwischen Wirtschaftswunder und Generation Y“ das insgesamt IV. HSBA-Symposium am 30.August in der Handelskammer. „Management by Generation“ ist das Thema des IV. HSBA-Symposiums am 30. August. Von 8.30 bis 16 Uhr diskutieren Wissenschaftler, Politiker und Firmenvertreter im Albert-Schäfer-Saal der Handelskammer Hamburg, wie sich die Unternehmensführung seit den Wirtschaftswunderjahren verändert hat.
Neben Vorträgen und Workshops zu den Themen Demographischer Wandel, Nachhaltigkeit und Wertewandel wird es eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Chronisch nachhaltig – sucht die Generation Y einen neuen Weg?“ geben. Es diskutieren: Sebastian Blohm (Leiter Kommunikation und Politik, Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH), Achim Lohrie (Direktor Unternehmensverantwortung, Tchibo GmbH) und Dr. Thilo von Trott (Leiter Public Affairs, Gruner + Jahr AG & Co. KG) und Prof. Dr. Martin Klaffke (Professor HSBA, HICM Hamburg Institut of Change Management). Weitere Redner sind Christopher Conzen (Geschäftsführer der Miles Fashion GmbH), Ulrike Riedel (Vorstandsmitglied der Hamburger Hochbahn AG), Rolf Buchholz (Geschäftsführer der Key Values GmbH), Dr. Robert F. Heller (Staatsrat der Freien und Hansestadt Hamburg) sowie Korinna Steffen (Geschäftsführerin der VisionAktion GmbH und Vorstandssprecherin der Wirtschaftsjunioren Hamburg).
Die Tagung wird von HSBA-Studierenden organisiert und richtet sich an Studierende, Unternehmensvertreter und die Öffentlichkeit. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen und auch das Programm unter www.hsba-symposium.de
Erstellt
am 19. August 2010, 15:17,
von Catharina,
in
Allgemein.
Die Noa Bank, über die wir im Artikel “Die Krötenwanderung” auch in unserer ersten Ausgabe berichtet haben, ist dicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das „andere“ Kreditinstitut wegen drohender Weiterlesen »