Finalisten stehen fest

Abonnenten wählen die Sieger
Die fünf besten Geschäftsideen des ersten Sozialunternehmerwettbewerbs von enorm stehen nun auf unserer Homepage zur Wahl. Alle Abonnenten sind eingeladen, ihren Favoriten zu wählen und darüber die drei Sieger zu ermitteln, auf die der diesjährige Förderbetrag von 12000 Euro verteilt wird. Diese Anschub-Finanzierung wird ausschließlich ermöglicht von den enorm-Abonnenten, denn 15% der Abo-Umsätze stellen wir zu diesem Zweck beiseite. Zusätzlich stiftet die Triodos Bank individuelle Fortbildungsprogramme für die angehenden Unternehmer. Neben den Portraits der Personen und Ihrer Geschäftsmodelle, können Sie sich auf unserer Homepage auch über die Jury und das Auswahlverfahren informieren. Die Sieger werden in der nächsten Ausgabe vorgestellt und auf dem Vision Summit im Mai geehrt.

Oma-Gerda

Gesellschaftliches Problem:
Die Gesellschaft verändert sich: Sie wird älter. In Deutschland leben immer mehr Seniorinnen und Senioren, die oft einsam sind, obwohl Sie den Wunsch nach einer erfüllenden Lebensaufgabe haben. Gerade im Alter ist das Gefühl gebraucht zu werden nicht zu unterschätzen. Dabei haben viele Senioren einiges zugeben, beispielsweise das Wissen und die Fähigkeit darüber, Dinge selbst herzustellen.

Lösung:
Das Projekt Oma-Gerda will Seniorinnen und Senioren zusammenbringen, die in einem Ladengeschäft Strickkollektionen produzieren. Dabei sind sie in Gesellschaft, schaffen schöne Strickstücke die verkauft werden und haben dabei auch noch die Möglichkeit, ihre Fertigkeiten in Strickkursen an die junge Generation weiterzugeben. 

knowable.org

Gesellschaftliches Problem:
Menschen in Entwicklungsländern kämpfen tagtäglich mit schlechten Versorgungsnetzen für Energie, Nahrung und Trinkwasser – staatliche Entwicklungszusammenarbeit beißt sich seit Jahrzehnten die Zähne daran aus. Dabei sind Viele bereit, sich vor Ort selbst zu helfen: mit kleinen Lösungen für alltägliche Schwierigkeiten. Das Problem: Der Zugang zu dem Wissen zur Lösung von Alltagsproblemen fehlt.

Lösung:
knowable.org will diesen Zugang zu praktischem Wissen schaffen. Die Idee: Einfache Anleitungen von findigen Köpfen vor Ort werden mittels einer Plattform all jenen zur Verfügung gestellt, die mit ebensolchen Problemen kämpfen. Der Weg: Weltweit gut zugänglich, auch in entlegenen Entwicklungsregionen, ist das Mobilfunknetz. Und Handys sind nicht teuer. Problemlösung per Handy.

Photocircle

Gesellschaftliches Problem:
Zum Geschäft mit Fotokunst gehören drei Akteure: der Fotograf, das Motiv und der Käufer.  Der Fotograf reist um die Welt, fängt in fernen Ländern Menschen und Landschaften ein und verkauft sie an diejenigen, die sich an den Motiven erfreuen. So hat jeder was davon? Nicht die Menschen, die häufig nicht wissen, dass sie eine Wohnzimmerwand eines Kunstliebhabers schmücken.

Lösung:
Photocircle will einen Kreislauf zwischen diesen drei Akteuren schließen. Alle – Fotograf, Motiv und Käufer – sollen vom Fotogeschäft profitieren. Dazu will Photocircle mit einem Online-Marktplatz für Fotografien an den Markt gehen: Beim Verkauf der Bilder fließt ein großer Teil des Kaufpreises in ein soziales Projekt in dem Land, in dem der Fotograf sein Motiv abgelichtet hat. Der Kunde entscheidet selbst, welches Projekt den Zuschlag bekommt. 

Ausbildungszentrum

Gesellschaftliches Problem:
In Guatemala gibt es kein staatliches Ausbildungsprogramm. Alle Wege zu einem Berufsabschluss sind an hohe Kosten gebunden. Das macht das Durchbrechen der sozialen Herkunft von jungen Menschen, die in Armut hineingeboren werden, praktisch unmöglich. Das betrifft besonders junge Frauen. Ohne einen Berufsabschluss setzt sich die Not der Jugendlichen ihr Leben lang fort, da sie kaum eine Chance auf einen anständig bezahlten Job auf dem guatemaltekischen Arbeitsmarkt haben.

Lösung:
Jungen Frauen aus Jocotenago soll im Ausbildungszentrum vor Ort die Chance gegeben werden, ihre Zukunft langfristig selbst zu gestalten. In dem Ausbildungszentrum können Mädchen aus Jocotenango kostenfrei Berufsabschlüsse als Näherinnen und Textildesignerinnen machen. Im Anschluss an die Ausbildung haben sie die Möglichkeit, in einem kooperierenden Betrieb zu arbeiten, der die Textilien für ein sozialfaires Label auf dem deutschen Markt herstellt. 

myrepair

Gesellschaftliches Problem:
Die Berge an Müll, die wir täglich produzieren, werden immer gewaltiger. Trotz Mülltrennung und Recycling landet viel Schrott auf Müllkippen und verpestet die Umwelt – oftmals nicht einmal auf unseren hiesigen Deponien. Industrienationen entledigen sich gern ihres Problemmülls in Entwicklungsländern. Das trifft besonders auf Elektroschrott zu, der häufig Giftstoffe enthält.

Lösung:
Warum wegwerfen, wenn die kaputte Waschmaschine noch zu retten ist? Myrepair will die Plattform sein, die jedem die Hilfe zur Selbsthilfe bietet, das defekte Elektrogerät wieder zum Laufen zu bringen. Nach dem Wikipedia-Prinzip sollen alle Bastler die Möglichkeit haben, Reparaturanleitungen zu erstellen, zu verbessern und selbst zu nutzen.